DER DJK-SV BERG INFORMIERT

Die Handballabteilung feiert Ihr 50jähriges

Unter dem Motto „Leidenschaft. Gemeinsam. Unschlagbar“ wurde am Samstag und Sonntag im Berger Sport- und Kulturzentrum das 50-jährige Bestehen der Damen-Handball-Abteilung des DJK-SV Berg auf dem sportlichen Parkett und dem gesellschaftlichen Sektor gefeiert.

Höhepunkte waren die Autogramm-Stunden des Berger Handball-Eigengewächses Laura Kuske, die über den ESV Regensburg in die Bundesliga zum Thüringer HC kam, dort als Torfrau eine große Stütze ist und sogar einmal im Tor der deutschen Handball-Nationalmannschaft stand, die Jubiläumsspiele des Vereinsnachwuchses, über die Jugend bis hin zum Event in der Mehrzweckhalle zwischen einer Handball-Legenden-Mannschaft gegen die derzeitige Damenmannschaft. Hierzu kamen nahezu 400 Zuschauer und feuerten beide Teams lautstark an.

Vor dem Hallen-Komplex in der Schulstraße war auch eine Hüpfburg für die Kinder und einige Spielstationen aufgebaut. Seitens der Handball-Abteilung mit den beiden Abteilungsleiterinnen Pia Nießlbeck und Silvia Klebl sowie ihrem Team sorgte man während der  zwei beeindruckenden und bestens durchgeführten Jubel-Tage für das leibliche Wohl der vielen Gäste. Abgeschlossen wurden die Feierlichkeiten am Sonntagnachmittag im Foyer des Sport- und Kulturzentrums mit einem Ehrennachmittag, den Pia Nießlbeck, die seit 15 Jahren mit großem Engagement die Handballabteilung leitet, mit einem Rückblick auf 50 erfolgreiche Handball-Jahre im Beisein von Bürgermeister Peter Bergler, dem neuen Berger Pfarr-Kurat Elmar Spöttle, dem Hauptvereins-Vorsitzenden Jochen Münch und der stellvertretenden Vorsitzenden Sonja Blomeier sowie der vielen Sponsoren, die die Abteilung unterstützen, hielt.

„Eine Gruppe junger Frauen wollte vor knapp 50 Jahren eine Frauen-Fußballmannschaft gründen. Ja, ihr habt richtig gehört – Fußball. Dank dem damaligen Pfarrer Brandl ging der Gedanke nämlich bald weg von Fußball, das war damals verpönt, als Frau Fußball zu spielen“, sagte Nießlbeck zu Beginn ihrer Festrede.

Es wurde fieberhaft weiter überlegt, was man denn sonst so in seiner Freizeit anstellen könnte. Volleyball war die nächste Wahl, doch dafür war die Halle zu niedrig, ging also auch nicht. Basketball, auch hier war laut Regularien die Halle zu tief – wieder nix. „Dann kam ihnen der Gedanke, eine Handballabteilung zu gründen und auch  Pfarrer Brandl war damit einverstanden“. Nach der Vereinsgründung im Dezember, der 25 Mädchen und junge Damen beiwohnten, startete man das sportliche Unternehmen „Handball“.

Begonnen wurde mit zwei Mannschaften, einer Damenmannschaft und einer A-Jugend, einem Trikotsatz von Pfarrer Brandl und einem Ball, welcher damals von Ferdinand Götz bezahlt wurde. Trainiert wurde mit Gummibällen der Gymnastikabteilung. Anfangs – die ersten zwei bis drei Jahre – wurde Feldhandball gespielt auf dem ehemaligen Festplatz.

Jahre später kam endlich die Erlösung und man durfte mit einer Sondergenehmigung in der Berger Schulhalle spielen. Von den Maßen her war die alte Turnhalle ja zu klein. Um 1985 schaffte die Damenmannschaft den Aufstieg und die Spiele wurden in der größeren Halle in Postbauer ausgetragen.

„Auch ich musste, als ich dieses Amt vor 15 Jahren übernommen hatte, immer für unsere Abteilung kämpfen. Leider war der Fußball in Berg immer noch höher angesehen und wir mussten wegen Hallenzeiten betteln. Als dann die neue Halle gebaut wurde, trainierte und spielte man in der Turnhalle des Willibald-Gluck-Gymnasium in Neumarkt. Von da an schien der Bann gebrochen zu sein“ sagte die Handball-Chefin“.

Seit einigen Jahren sind die Handballerinnen in der neuen Mehrzweckhalle  jedoch ein wahrer Publikumsmagnet in Berg. Zwischen 200 und 300 Zuschauer verfolgen teilweise die Punktespiele bis hin zur Bezirksoberliga. „Das zeigt uns, dass wir Handballerinnen in der 50-jährigen Geschichte von Anfang an, bis heute alles richtig gemacht haben. Begeisterung für unseren tollen Sport, Ausdauer in so manchen Diskussionen in Vereinssitzungen oder mit dem bayrischen Handballverband, aber vor allem die Leidenschaft und der Zusammenhalt prägen unsere Abteilung“.

Grußworte richteten beim Ehrennachmittag Bürgermeister Bergler, Pfarrkurat Spöttle, die Hauptvereins-Funktionäre Jochen Münch und Sonja Blomeier an die vielen Handball-Begeisterten und Fans. Sie hoben die DJK-Tugenden – Zusammenhalt, Leidenschaft, Mannschaftsgeist und Freude am Sport – hervor und bedankten sich bei vielen Frauen für ihr ehrenamtliches Engagement im zurückliegenden halben Jahrhundert.

Abgeschlossen wurden die Jubelfeierlichkeiten mit den Ehrungen der Gründungsmitglieder, die vor fünf Jahrzehnten die Damenhandball-Abteilung aus der Taufe hoben. Sie erhielten Blumen, Urkunden und kleine Erinnerungspokale und der großen Verlosung, bei der sich die Gewinner über Eintrittskarten zu einem Bundesliga-Handballspiel des HC Erlangen freuten.

Ehrung der Gründungsmitglieder:

Carola Bößl, Sieglinde Götz, Ingrid Silberhorn, Marianne Heumann, Marianne Ehrnsberger, Ingrid Weigl, Maria Fuchs, Gabi Klein, Angelika Dorr, Helga Hahn, Rosi Routon, Resi Kistner, Marianne Lang, Roswitha Kuhn, Christa Polster, Marita Martinek, Anna Götz-Spranger, Resi Zeltner, Elfriede Trollmann, Sonja Hruschka, Rosmarie Vortheil, Stilla Klein.

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